Fragen und Antworten

Ich habe eine Frage zum Stoff. Wo bekomme ich eine Antwort?

Stellen Sie Ihre Frage am besten gleich in der Vorlesung. Und zwar, wenn es eben geht, mir und nicht Ihren Nachbarn :-) Das senkt den Lärmpegel und ich kann sogleich Probleme und Unklarheiten ausräumen.

Natürlich wird es auch Fragen geben, die Ihnen nach der Vorlesung einfallen und auf die Sie gerne eine Antwort hätten. Hier sind drei Vorschläge:

  • Versuchen Sie zunächst, selbst eine Antwort zu finden und ggf. in die Literatur zu schauen. Versuchen Sie, selbständig wissenschaftlich zu arbeiten - das ist das Ziel Ihres Studiums.
  • Aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, und nicht zu allen Fragen werden Sie selbst eine Antwort finden. Fragen die im Zusammenhang mit der Vorlesung stehen, können Sie einfach ins Diskussionsforum der Veranstaltung stellen. Andere Studierende, unsere Mitarbeiter, und ich können dann dazu Stellung nehmen. Dabei werden Sie auch merken, dass es gar nicht so einfach ist, Fragen und Antworten klar und deutlich zu formulieren. Das Diskussionsforum soll Ihnen Gelegenheit geben, mehr Routine im Formulieren von wissenschaftlichen Zusammenhängen zu gewinnen.

    Außerdem sind Sie bestimmt nicht die einzigen Person, die gerne eine Antwort hätte. Nur wenn Sie Ihre Frage für alle sichtbar stellen, können alle von Frage und Antwort profitieren.

  • Dann gibt es aber noch Fragen, die nichts mit der Vorlesung zu tun haben, wohl aber mit VWL oder BWL, und die Sie nachts nicht schlafen lassen. Hier geben wir Ihnen gerne einen Tip um Ihnen über Klemmen hinwegzuhelfen. Schreiben Sie uns in dem Fall (per email) eine kurze Beschreibung dessen, was Sie schon unternommen haben, um eine Lösung zu finden, und warum Ihre Versuche bislang fehlgeschlagen sind. Oft können wir Ihnen mit einem Hinweis auf ein Buch oder ein Arbeitspapier weiterhelfen.
Wir helfen Ihnen gerne, und manchmal wäre es auch kurzfristig einfacher, Ihnen rasch einen Zusammenhang zu erklären, anstatt Ihnen zu zeigen, wie Sie selbst eine Antwort finden - langfristig lernen Sie bei letzterem Vorgehen aber mehr.

Für welche Fragen ist die Sprechstunde da?

Für alle Fragen, die Sie und nur Sie betreffen. Das sind z.B. Fragen zur Studienplanung, zu Gutachten etc.. Solche Fragen sollten Sie per email vorbereiten. Wenn Sie z.B. ein Gutachten für einen Auslandsaufenthalt oder für ein Stipendium benötigen, hilft es, wenn ich vor dem Gespräch bereits einen Blick auf Ihr Studienvorhaben, bzw. den “letter of motivation” und die Notenübersicht geworfen habe.

Kommen Sie bitte auch rechtzeitig in die Sprechstunde und wenden sich an die Studienberatung, bevor Dinge unwiderruflich schief laufen. Niemand kann Ihnen helfen, wenn Sie sich erst zwei Tage vor dem wirklich allerletzten Versuch eine Klausur zu bestehen melden. Reden Sie lieber vorher mit uns und der Studienberatung über Ihre Studienplanung und Lernstrategie - solange noch Zeit ist. Wenn Sie z.B. auch im zweiten Versuch eine Klausur nicht bestanden haben, ist es Zeit, Ihre Studien- und Lernstrategie ernsthaft zu ändern. Wir denken gerne gemeinsam mit Ihnen darüber nach, was Sie in Zukunft besser machen können.

Fragen zum Stoff beantworten wir im Interesse aller in der Vorlesung, der Übung, bzw. im Diskussionsforum der Veranstaltung. Denken Sie bitte daran, daß mit Ihnen eine Menge anderer Studierende an der Veranstaltung teilnehmen. Wenn sich auch nur ein Bruchteil davon in der Sprechstunde den Stoff privat erklären ließen, bliebe in der Sprechstunde kein Raum mehr Fragen für mit individuellen Bezug (Studienplanung, Gutachten etc.).

Das gilt in gleicher Weise für Ihre Übungsleiter. Stellen Sie auch hier Fragen zum Stoff am besten gleich in der Übung oder später im Diskussionsforum der Veranstaltung. Übungsleiter sind nicht dazu da, wieder und wieder den gleichen Zusammenhang im Privatunterricht zu erklären. Übungsleiter sind auch nicht dazu da, einzelnen Studenten und Studentinnen in der Sprechstunde einen Vorteil zu verschaffen und “Geheimtipps” zu geben. Fragen zum Klausurstoff sind für alle relevant. Stellen Sie diese Fragen also bitte so, dass alle von der Antwort profitieren - in der Vorlesung oder Übung.

Für Fragen die nichts mit der Klausur zu tun haben (etwa zu geplanten Auslandsaufenthalten, Diplom- und Seminararbeiten, individuellen Schwierigkeiten im Studium,...) werden Sie dafür in den Sprechstunden um so mehr Zeit finden.

Unter welchen Voraussetzungen bekomme ich ein Gutachten

Ich kann Ihnen immer ein Gutachten für Ihren Auslandsaufenthalt, für Ihr Stipendium, für Ihre Studienförderung, zur Bewerbung an einer anderen Universität, etc., schreiben - allerdings kann das mehr oder weniger gut ausfallen. Insbesondere hängt das Gutachten nur zu einem kleinen Teil von Ihrer Note in der Klausur ab. Bitte berücksichtigen Sie, dass ich nicht selten die Empfänger Ihrer Gutachten kenne, und dass die Empfänger eine offene Einschätzung der Stärken und Schwächen Ihres Vorhabens erwarten.

Sinn- und Zweck eines Gutachtens ist nicht, Ihre Notenübersicht zu wiederholten. Statt dessen erwartet der Leser des Gutachtens Informationen, die über die Notenübersicht hinausgehen. Der Leser möchte oft wissen, ob ein Kandidat selbstorganisiert und diszipliniert ist, und unabhängig, zuverlässig und strukturiert arbeiten kann und nicht etwa schon Schwierigkeiten hat, eine Information im Internet (wie diese Seite hier) zu finden oder den Informationen auf einer solchen Seite nicht folgen kann.

  • Achten Sie darauf, dass das zu begutachtende Vorhaben und der Gutachter zusammenpassen. Wenn Sie z.B. einen Schwerpunkt in International Management und Marketing setzen wollen, suchen Sie sich einen Gutachter, der sich in diesem Bereich auskennt. Ein Gutachter, der offensichtlich Sie und Ihr Thema nicht beurteilen kann, ist keine Empfehlung für Sie. Wenn Sie einen Schwerpunkt z.B. in Spieltheorie oder experimenteller Wirtschaftsforschung setzen wollen, wird eine Kommission eher verstehen, warum Sie gerade mich als Gutachter gewählt haben und sie wird eher ernst nehmen, was ich über Ihr Vorhaben zu sagen habe.
  • Schicken Sie mir rechtzeitig vorher Ihre Notenübersicht (als PDF oder JPEG oder auf Papier, bitte nicht als Microsoft). Ich sehe mir auf jeden Fall alle Ihre Noten an, und nicht nur die Note aus meinen Vorlesungen.
  • Schicken Sie mir außerdem rechtzeitig Ihr Studienvorhaben in der Landessprache falls die Landessprache Deutsch, Englisch, Französisch oder Italienisch ist, ansonsten bitte auf Deutsch (schicken Sie auch diese Dinge bitte nicht in einem proprietären Format von Microsoft). Aus Ihrem Studienvorhaben und dem “letter of motivation” sollte klar und deutlich hervorgehen, welche Kurse Sie belegen wollen, was Sie bewogen hat, gerade diese Kurse an gerade dieser Universität zu nehmen, und warum es notwendig ist, gerade Sie mit gerade diesem Studienziel zu unterstützen. Natürlich können Sie mir das Material auch per email schicken, allerdings nicht in einem Microsoft Format. Schicken Sie Texte einfach als Text, anderes Material als PDF oder Postscript.
Ich lese mir Ihre Unterlagen durch und wir vereinbaren dann einen Termin für ein Gespräch.

Mir gefällt die Veranstaltung nicht wie sie ist. Was kann ich tun?

In dem Fall sagen Sie bitte rechtzeitig Bescheid. Sehr viele Sachen bemerken Sie viel leichter als ich (Beamer zu dunkel, Schrift zu klein, Mikro verzerrt, Vortrag zu schnell/zu langsam...). Für mich ist es sehr frustrierend, erst am Ende der Veranstaltung in den Kommentaren zur Evaluierung von Problemen zu erfahren, auf die ich bereits in der ersten Veranstaltungswoche hätte eingehen können. Melden Sie sich am besten gleich in der Vorlesung, oder gleich nach der Vorlesung, schicken Sie mir eine email an oliver.kirchkamp@uni-jena.de oder machen Sie Ihrem Unmut im Diskussionsforum der Veranstaltung Luft. Solange Sie kein Feedback geben, muss ich annehmen, daß Sie hochzufrieden sind ;-)

Mir gefällt die Veranstaltung prima

Wenn Ihnen etwas gut gefallen hat, dann freue ich mich natürlich auch das zu hören :-)

Vorlesung, Handout, Arbeitsgruppenwettbewerb, Aufgaben, Übung, Tutorium... - muss ich das alles machen?

Nein - suchen Sie sich die Bausteine, die Ihrem Lernstil am besten entsprechen:

  • Lernen Sie den Stoff mit schriftlichen Unterlagen, z.B. dem Handout, oder durch die Vorlesung, beides ist möglich. Insbesondere ist (durch die zeitliche und inhaltliche Abstimmung zwischen Vorlesung und Handout die Vorlesung kein "Muss" sondern ein "Kann". Um zu erfahren, welcher Stoff klausurrelevant ist, reicht es auch, einen Blick ins Handout zu werfen. Achten Sie darauf, in jedem Fall die formale Anwendung des Stoffs zu üben. Wenn Ihnen die Vorlesung oder das Handout nicht ausreichen, finden Sie in der Literaturliste auch weiterführende Tipps. Gerade formale Zusammenhänge sind in der Literatur oft detaillierter erklärt.
  • Üben Sie so viel wie möglich - auf jeden Fall mit den Aufgaben aus dem Arbeitsgruppenwettbewerb, wenn möglich auch mit den Übungsaufgaben
  • Nutzen Sie Ihr Feedback aus dem Arbeitsgruppenwettbewerb.
  • Erst wenn Sie bereits selbst die Aufgaben gerechnet haben, lohnt es sich, Tutorien und Übungen zu besuchen.

    Wenn es Ihnen nur darauf ankommt, die Richtigkeit Ihrer Lösungen abzuhaken, finden Sie die Lösung der aktuellen Tutoriumsaufgaben auf der Arbeitsgruppenwettbewerbsseite. Falls Sie die Übungen nicht besuchen, erfragen Sie die Lösungen der Übungsaufgaben bitte bei Ihren Kommilitonen.

Es ist nicht mein Ziel, dass Sie für diese Veranstaltung mehr arbeiten sollen als für andere, sicherlich ebenfalls wichtige Veranstaltungen - ich möchte Ihnen mit den Komponenten dieser Veranstaltung eine Struktur anbieten, die Ihnen behilflich sein soll, Ihren Lernprozess Ihren Bedürfnissen angepasst zu organisieren.

Lohnt sich die Teilnahme am Arbeitsgruppenwettbewerb? Ist das Feedback aussagekräftig? Hilft es, in einer guten Gruppe zu sein?

Antworten auf diese und andere Fragen bekommen Sie auf der Seite Richtig lernen -- Leistungsfeedback und Leistungssteigerung durch vorlesungsbegleitenden Arbeitsgruppenwettbewerb

Warum ist die Vorlesung so einfach, und der Stoff der Übungen so schwierig?

Soo einfach ist die Vorlesung auch nicht - und wenn Sie das alles wirklich verstanden haben, wissen Sie alles, was Sie für die Klausur brauchen - Sie müssen es nur noch üben!

Bei den Übungen steht das Knobeln und das Erarbeiten und Erforschen von Lösungswegen im Vordergrund. Deshalb wirkt die Übung oft schwieriger. Wenn Sie aber genau aufpassen, werden Sie merken, daß der Stoff der in der Übung vorausgesetzt wird, genau der ist, den Sie aus der Vorlesung kennen.

Wie schwierig wird die Klausur?

Die Klausuraufgaben werden etwa so schwierig wie die Aufgaben für den Arbeitsgruppenwettbewerb. Wir geben uns auch Mühe, bei den Wettbewerbsaufgaben ähnliche Hilfen (z.B. Formeln) anzugeben, wie sie auch in der Klausur angegeben wären.

Es gibt zwei Unterschiede zwischen Klausur und Wettbewerb: Erstens wird es in der Klausur auch ein paar besonders schwierige und ein paar besonders leichte Aufgaben geben (für die besonders guten oder die besonders schlechten Noten).

Zweitens sind manche Wettbewerbsaufgaben nicht, oder nur mühselig ohne Computer lösbar. Beispiel: "Betrachten Sie den Mittelwert der Stichprobe, die die folgenden acht Beobachtungen enthält: 41.3, 57.2, 88.2, 75.3, 92.2, 56.3, 55.8, 45.7." Das will niemand im Kopf ausrechnen. In der Klausur würde diese Aufgabe dann eher wie folgt lauten: "Betrachten Sie den Mittelwert der Stichprobe die zwei Beobachtungen enthält: 10 und 16.". Solche Aufgaben, mit Zahlen, die ordentlich aufgehen, sind nicht leicht zu finden. Deshalb vertrauen wir im Wettbewerb oft darauf, dass Sie komplizierte Rechnungen mit dem Computer erledigen können. In der Klausur wird das nicht notwendig sein. Das hilft Ihnen auch, Ihre Rechnung zu überprüfen. Wenn Ihr Zwischenergebnis in der Klausur 577/27011 beträgt, und Sie davon jetzt die Wurzel ziehen müssten, dann ist vermutlich etwas faul.

Ziel der Klausur ist es, Ihren Lernerfolg möglichst genau und möglichst objektiv zu messen. Jede Klausur nimmt aber nur eine Stichprobe Ihres Lernerfolgs, und ist damit zwangsläufig ungenau. Wir suchen also noch einem Klausurformat, das Ihren Erfolg möglichst genau misst. Welche Messmethode im Einzelfall die genaueste ist, hängt vom Fach ab. Für BW24.1 gehen wir davon aus, dass die Klausur, genauso wie der Wettbewerb, als Kombination aus Multiple Choice Fragen und Ergebnissen Ihrer Berechnungen durchgeführt wird. Gründe ein solches Verfahren zu verwenden sind folgende:

  • Wir können Sie durch den Wettbewerb besser auf diesen Klausurtyp vorbereiten. Das Messergebnis wird also nicht durch mangelnde Vertrautheit mit dem Klausurtyp verfälscht.
  • In "exakten" Fächern ergeben exakte Klausuren präzisere Einschätzungen des Kenntnisstandes als Klausuren im Freitext. Dies mag in anderen Fächern, wie etwa den Literaturwissenschaften, in der Soziologie oder der Theologie ganz anders sein.

    Allerdings schreiben Sie in diesen Fächern praktisch oft ebenfalls eine Multiple Choice/Lücketext Klausur - nur ohne es zu wissen. Das sieht dann so aus, dass man Sie zunächst bittet, einen freien Text zu schreiben. Um dann 500 Klausuren möglichst gerecht zu vergleichen, sucht man in ihrem Text nach bestimmten Stichwörtern, und für jedes Stichwort gibt es einen Punkt. Ich frage mich oft, ob auch in diesen Fächern eine Klausur, in der die Studierenden diese Stichwörter gleich ankreuzen können, zu einem genaueren Ergebnis kommen würde.

    Schließlich gibt es in einigen Fächten die Variante ganz ohne Stichwörter. Hier liest sich die Korrekturassistentin die Klausur zunächst durch, und beschließt dann nach "Bauchgefühl" eine bestimmte Note. In manchen Fächern mag dies die einzige Möglichkeit sein - ich wüsste jedenfalls nicht, wie man z.B. in den Musikwissenschaften nach objektiven Maßstäben eine gelungene von einer weniger gelungenen Komposition unterscheiden will - für BW24.1 sind wir in der glücklichen Lage, dass es richtige und falsche Antworten gibt. Für richtige Antworten gibt es einen Punkt und für falsche eben nicht.

    Es liegt in der Natur der Sache, dass Studierende, die ein gutes Ergebnis erwarten, an einer möglichst präzisen Messung Ihres Erfolges interessiert sind, während Studierende, die mit einem weniger guten Ergebnis rechnen, von einer möglichst ungenauen Messung durchaus profitieren können. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es unsere Aufgabe ist, in jedem Fall ein möglichst genaues Ergebnis zu produzieren. Dafür wählen wir eine Methode, die für unser Fach möglichst gute Ergebnisse liefert.

  • Aufgaben werden so kurz gefasst, dass Folgefehler entweder keine Rolle spielen, oder bei der Berechnung der Punktzahlen bereits berücksichtigt werden.

Wie bereite ich mich am besten auf die Klausur vor?

Das hängt natürlich sehr von Ihrem Lerntyp ab. Grundsätzlich rate ich: Verteilen Sie das Üben von Aufgaben gleichmäßig über das Semester. Folgen Sie dem Tempo von Arbeitsgruppenwettbewerb und Vorlesung. Üben Sie zunächst allein (in der Klausur sind Sie auch allein), diskutieren Sie erst danach Ihre Lösungen mit Ihrer Arbeitsgruppe. Vorausgesetzt, Sie rechnen zunächst alle Aufgaben allein, sollten die Übungs- und Wettbewerbsaufgaben zur Vorbereitung ausreichen. Auf der Homepage finden Sie auch Klausuraufgaben aus den vergangenen Jahren. Die können Sie zur Wiederholung nutzen. Sie finden weitere Aufgaben in der Literatur.
Falls Sie in der Klausur Probleme mit Nervosität oder Zeitmanagement befürchten, arbeiten Sie rechtzeitig daran. Hier kann Ihnen auch die Studienberatung und das Beratungsangebot des Studentenwerks helfen. Um Ihr Zeitmanagement zu verbessern, hilft es auch, Übungsaufgaben mit der Stoppuhr zu rechnen.

Warum werden so viele Punkte für die Note ... verlangt?

Zunächst: Es ist nicht möglich und nicht sinnvoll, mit Hilfe einer immer gleichen Notenskala Punkte in Noten umzurechnen. Angemessen ist die Bewertung der Leistung im Einzelfall. Wiederholungsklausuren konzentrieren sich z.B. eher auf Kandidaten, die schon im ersten Versuch durchgefallen sind. Im ersten Versuch wird dagegen eher ein breites Spektrum von Kandidaten erwartet. Die Auswahl der Fragen und die Bewertung muss sich an die Kandidaten anpassen.

Beachten Sie bitte auch, dass Sie in der Klausur durch zufälliges Ankreuzen bereits eine Menge Punkte erreichen. Sie zeigen nur dann Leistung im Sinne der Vorlesung, wenn Sie die durch zufälliges Ankreuzen erreichbaren Punkte übertreffen.

Wie unterscheidet sich die Wiederholungsklausur von der ersten Klausur?

Für die Vorbereitung gelten die gleichen Hinweise wie für die erste Klausur

Warum lässt man überhaupt Leute durch die Klausur fallen?

Auch wenn es sich überraschend anhört: Jede Klausurnote ist eine Serviceleistung für Sie. Sie haben die Möglichkeit, anhand des Klausurergebnisses frühzeitig Ihren Studienerfolg zu messen. Eine unerwartet schlechte Note, oder gar mehrere schlechte Noten, sollten immer Anlass sein, Ihre Studienplanung zu überprüfen und zu hinterfragen. Gibt es Dinge, die Sie besser machen können? Können Sie Ihre Lernstrategie verbessern? Lohnt es sich, den Studienschwerpunkt zu verändern?

Diese Fragen stellen Sie sich besser im zweiten oder dritten Semester, und nicht am Ende eine langen Studiums.

Natürlich sollten Sie sich nicht von vereinzelten Misserfolgen ins Bockshorn jagen lassen. Klausuren sind keine perfekten Maße (deshalb schreiben Sie auch mehr als nur eine Klausur). Vielleicht haben Sie einfach einen schlechten Tag gehabt, und werden im zweiten Versuch keine Probleme haben. Andererseits ist es wichtig zu erkennen, ob und wann Sie Ihre Pläne ändern sollten. Was auch immer Sie machen - gerade wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie das erwarten haben, nehmen Sie bitte rechtzeitig die Studienberatung, das Beratungsangebot des Studentenwerks und die Sprechstunden in Anspruch.

Wenn ich durch die Klausur gefallen bin - kann man da gar nichts machen?

Keine Frage, es ist vermutlich sehr ärgerlich, durch eine Klausur zu fallen, für die Sie hart gelernt haben. Wenn Sie nur um wenige Punkte die Bestehensgrenze verfehlt haben, ärgern Sie sich besonders. Dennoch: Irgendwo muss man eine Grenze ziehen, und es wird immer Leute geben, die nicht bestehen, auch wenn sie das Ziel nur knapp verfehlen.

  • Mündliche Prüfungen sind in der Prüfungsordnung nicht vorgesehen. Sie müssen also bis zum nächsten Termin warten (fangen Sie also lieber mit dem ersten Klausurtermin an - falls Sie nicht bestehen, haben Sie dann rasch einen zweiten Versuch).
  • Manche Studenten erklären, es seien eigentlich nicht sie selbst, sondern “andere Gründe” für den Misserfolg in der Klausur verantwortlich:
    Krankheit, schwere Schicksalsschläge, außergewöhnliche Belastung:Hier lässt sich manchmal ein weiterer Versuch begründen, wenn die von der Prüfungsordnung für den Normalfall vorgesehenen Versuche bereits erschöpft sind. Voraussetzungen entnehmen Sie bitte der Prüfungsordnung und klären Sie bitte mit dem Prüfungsamt ab. Beachten Sie aber, dass Ausnahmen nur in besonders begründeten und besonders schweren Fällen gemacht werden.
    Verstanden haben Sie alles, nur einige Rechenfehler und Flüchtigkeitsfehler haben dazu geführt, dass Sie durchgefallen sind:In der Klausur soll auch der “handwerkliche Aspekt” des Faches geprüft werden. Sie sollten also auch in der Lage sein, in kurzer Zeit die notwendigen Rechenaufgaben zu erledigen. Üben Sie das möglichst vor der Klausur.
    Wegen des Formats der Klausur sind Sie durchgefallen:Den Umgang mit dieser Art Klausurfragen können und sollen Sie vor der Klausur üben. Denken Sie daran, dass sich bei Aufgaben, die aufeinander aufbauen, Fehler akkumulieren können. In der Bewertung wird dieser Effekt bereits berücksichtigt. In jedem Fall lohnt es sich für Sie, hier besonders sorgfältig zu rechnen. Beachten Sie bei Ihrem Zeitmanagement in der Klausur auch, dass Ihnen genug Zeit zum Nachrechnen bleibt.
Natürlich ist es kurzfristig angenehmer, wenn nicht Sie selbst für den Misserfolg in der Klausur die Verantwortung übernehmen müssen, sondern wenn Sie einen anderen Schuldigen ausfindig machen können. Langfristig hilft Ihnen das aber nicht. Denken Sie lieber daran, wie Sie aus der Situation das Beste machen können:
  • Wann ist der nächste Prüfungstermin?
  • Was ist jetzt schiefgelaufen, was können Sie bei der Prüfungsvorbereitung in Zukunft besser machen?
Wenn durch einen Misserfolg bestimmte Optionen / Stipendien / Abschlüsse nicht mehr in Frage kommen, hilft Jammern auch nicht weiter. Fassen Sie lieber Alternativen ins Auge:
  • Welche anderen Finanzierungsmöglichkeiten für Ihr Studium gibt es?
  • Welche anderen Abschlüsse oder Berufsziele entsprechen Ihren Interessen? Welche Alternativen bieten Fachhochschulen und Berufsakademien?
Auch hier können Sie von der Studienberatung und dem Beratungsangebot des Studentenwerks kompetente Hilfe erwarten.