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![[A picture of Oliver Kirchkamp]](images/oliver5344.jpeg) Fragen und Antworten- Ich habe eine Frage zum Stoff. Wo bekomme ich eine Antwort?
Stellen Sie Ihre Frage am besten gleich in der Vorlesung.
Und zwar, wenn es eben geht, mir und nicht Ihren Nachbarn :-)
Das senkt den Lärmpegel und ich kann sogleich Probleme
und Unklarheiten ausräumen.
Natürlich wird es auch Fragen geben, die Ihnen nach der
Vorlesung einfallen und auf die Sie gerne eine Antwort
hätten. Hier sind drei Vorschläge:
Wir helfen Ihnen gerne, und
manchmal wäre es
auch kurzfristig einfacher, Ihnen rasch einen Zusammenhang zu
erklären, anstatt Ihnen zu zeigen, wie Sie selbst eine
Antwort finden - langfristig lernen Sie bei letzterem Vorgehen
aber mehr.
- Für welche Fragen ist die Sprechstunde da?
Für alle Fragen,
die Sie und nur Sie betreffen. Das sind z.B. Fragen zur
Studienplanung, zu Gutachten etc.. Solche Fragen sollten Sie per email
vorbereiten. Wenn Sie z.B. ein Gutachten für einen Auslandsaufenthalt
benötigen, hilft es, wenn ich vor dem Gespräch bereits einen Blick auf
Ihr Studienvorhaben und die Übersicht des Studienbüros geworfen
habe. Kommen Sie bitte auch rechtzeitig in die
Sprechstunde und wenden sich an die Studienberatung,
bevor Dinge unwiderruflich schieflaufen. Niemand kann Ihnen helfen,
wenn Sie sich erst zwei Tage vor dem wirlich allerletzen Versuch eine
Klausur zu bestehen melden. Reden Sie lieber vorher mit uns und der
Studienberatung über Ihre Studienplanung und Lernstrategie - solange
noch Zeit ist. Wenn Sie z.B. auch im zweiten Versuch eine Klausur
nicht bestanden haben, ist es Zeit, Ihre Studien- und Lernstrategie
ernsthaft zu ändern. Wir denken gerne gemeinsam mit Ihnen darüber
nach, was Sie in Zukunft besser machen können.
Fragen zum Stoff beantworten wir im Interesse aller in der Vorlesung, der Übung,
bzw. im Forum. Denken Sie bitte daran, daß mit
Ihnen mehr als 1000 Studierende an der Veranstaltung teilnehmen. Wenn
sich auch nur ein Bruchteil davon in der Sprechstunde den Stoff privat
erklären ließen, bliebe in der Sprechstunde kein Raum mehr Fragen für
mit individuellen Bezug (Studienplanung, Gutachten etc.).
Das gilt in gleicher Weise für Ihre Übungsleiter. Stellen Sie auch
hier Fragen zum Stoff am besten gleich in der Übung oder später im Forum. Übungsleiter sind nicht dazu da, wieder
und wieder den gleichen Zusammenhang im Privatunterricht zu
erklären. Übungsleiter sind auch nicht dazu da, einzelnen Studenten
und Studentinnen in der Sprechstunde einen Vorteil zu verschaffen und
``Geheimtipps'' zu geben. Fragen zum Klausurstoff sind für alle
relevant. Stellen Sie diese Fragen also bitte so, dass alle von der
Antwort profitieren - in der Vorlesung
oder Übung. Für Fragen die nichts mit
der Klausur zu tun haben (etwa zu geplanten Auslandsaufenthalten,
Diplom- und Seminararbeiten, individuellen Schwierigkeiten im
Studium,...) werden Sie dafür in den Sprechstunden um so mehr Zeit
finden.
- Unter welchen Voraussetzungen bekomme ich ein Gutachten
Ich
kann Ihnen immer ein Gutachten für Ihren Auslandsaufenthalt, für Ihr
Stipendium, für Ihre Studienförderung, etc.,
schreiben - allerdings kann das mehr oder weniger gut
ausfallen. Insbesonderen hängt das Gutachten nur zu einem
kleinen Teil von Ihrer Note in der Mikro II Klausur
ab. - Achten Sie darauf, dass das zu begutachtende
Vorhaben und der Gutachter zusammenpassen. Wenn Sie z.B.
einen Schwerpunkt in International Management und
Marketing setzen wollen, suchen Sie sich einen Gutachter, der
sich in diesem Bereich auskennt. Ein Gutachter, der
offensichlich Sie und Ihr Thema nicht beurteilen kann, ist
keine Empfehlung für Sie. Wenn Sie einen Schwerpunkt z.B. in
Spieltheorie oder experimenteller Wirtschaftsforschung setzen
wollen, wird eine Kommission eher verstehen, warum Sie gerade
mich als Gutachter gewählt haben und sie wird eher
ernstnehmen, was ich über Ihr Vorhaben zu sagen
habe.
- Schicken Sie mir rechtzeitig vorher Ihre
Notenübersicht (als PDF oder JPEG oder auf Papier, bitte nicht
als Microsoft). Ich sehe mir auf jeden Fall alle Ihre Noten
an, und nicht nur die Note in Mikro 2.
- Schicken Sie
mir ausserdem rechtzeitig Ihr Studienvorhaben in der
Landessprache falls ich die Landessprache verstehe
(Deutsch/Englisch/Französisch/Italienisch), ansonsten bitte
auf Deutsch (schicken Sie auch diese Dinge bitte nicht in einem proprietaeren Format von Microsoft).
Aus Ihrem Studienvorhaben sollte klar und
deutlich hervorgehen, welche Kurse Sie belegen
wollen, was Sie bewogen hat, gerade diese Kurse an gerade
dieser Universität zu nehmen, und warum es notwendig ist,
gerade Sie mit gerade diesem Studienziel zu
unterstützen. Natürlich können Sie mir das Material auch per
email schicken, allerdings nicht in einem Microsoft
Format. Schicken Sie Texte einfach als Text, anderes Material
als PDF oder Postscript.
Ich lese mir Ihre Unterlagen durch
und
wir vereinbaren dann einen Termin für ein Gespräch.
- Mir gefällt die Veranstaltung nicht wie sie ist. Was kann ich
tun?
In dem Fall sagen Sie bitte rechtzeitig Bescheid. Sehr viele
Sachen bemerken Sie viel leichter als ich (Beamer zu dunkel, Schrift
zu klein, Mikro verzerrt, Vortrag zu schnell/zu langsam...). Für mich
ist es sehr frustrierend, erst am Ende der Veranstaltung in den
Kommentaren zur Evaluierung von Problemen zu erfahren, auf die ich
bereits in der ersten Veranstaltungswoche hätte eingehen können.
Melden Sie sich am besten gleich in der Vorlesung, oder gleich nach
der Vorlesung, schicken Sie mir eine email an lehre@kirchkamp.de oder machen
Sie Ihrem Unmut im Forum Luft. Solange Sie kein Feedback
geben, muss ich annehmen, daß Sie hochzufrieden sind ;-)
- Mir gefällt die Veranstaltung prima
Wenn Ihnen etwas gut
gefallen hat, dann freue ich mich natürlich auch das zu hören :-)
- Vorlesung, Buch, Wettbewerb, Aufgaben, Übungen, Tutorium... -
muss ich das alles machen?
Nein - suchen Sie sich die Bausteine, die
Ihrem Lernstil am besten entsprechen: - Lernen Sie den Stoff
durch Buch oder Vorlesung, beides ist möglich.
Insbesondere ist (durch die zeitliche und inhaltliche Abstimmung
zwischen Vorlesung und Buch) die Vorlesung kein "Muss" sondern ein
"Kann". Um zu erfahren, welcher Stoff klausurrelevant ist, reicht es
auch, einen Blick ins Buch zu
werfen. Allerding wird der Stoff im Buch manchmal eher formal,
manchmal eher intuitiv vermittelt. Achten Sie darauf, in jedem Fall
die formale Anwendung zu üben. Wenn Ihnen die Vorlesung oder Pindyck und Rubinfeld nicht
ausreichen, finden Sie in der Literaturliste auch weiterführende
Tipps. Gerade formale Zusammenhänge sind im Varian oft detaillierter
erklärt (dafür haben Pindyck / Rubinfeld mehr Bezug zu Daten aus der
Praxis).
- Üben Sie so viel wie möglich - auf jeden Fall mit den Aufgaben aus dem Wettbewerb,
wenn möglich auch mit den Übungsaufgaben
- Nutzen Sie Ihr Feedback aus dem Wettbewerb.
- Erst wenn Sie bereits selbst die Aufgaben gerechnet haben, lohnt es sich,
in die Tutorien und die Übungen zu gehen.
Wenn es Ihnen nur
darauf ankommt, die Richtigkeit Ihrer Lösungen abzuhaken, finden Sie
die Lösung der aktuellen Tutoriumsaufgaben auf der Wettbewerbsseite,
die Lösungen aus den vergangenen Jahren finden Sie im Zeitplan. Falls
Sie die Übungen nicht besuchen, erfragen Sie die Lösungen
der Übungsaufgaben bitte bei Ihren Kommilitonen.
Es ist nicht mein Ziel, dass Sie für diese Veranstaltung
mehr arbeiten sollen als für andere, sicherlich ebenfalls
wichtige Veranstaltungen - ich möchte Ihnen mit den Komponenten dieser
Veranstaltung eine Struktur anbieten, die Ihnen behilflich sein soll,
Ihren Lernprozess Ihren Bedürfnissen angepasst zu organisieren.
- Lohnt sich die Teilnahme am Wettbewerb? Ist das Feedback
aussagekräftig? Hilft es, in einer guten Gruppe zu sein?
Antworten auf diese und andere Fragen bekommen Sie auf
der Seite Richtig lernen -- Leistungsfeedback und Leistungssteigerung durch vorlesungsbegleitenden Arbeitsgruppenwettbewerb
- Warum ist die Vorlesung so einfach, und der Stoff der Übungen so
schwierig?
Soo einfach ist die Vorlesung auch nicht - und wenn Sie
das alles wirklich verstanden haben, wissen Sie alles, was Sie für die
Klausur brauchen - Sie müssen es nur noch üben! Bei den Übungen
steht das Knobeln und das Erarbeiten und Erforschen von Lösungswegen
im Vordergrund. Deshalb wirkt die Übung oft schwieriger. Wenn Sie aber
genau aufpassen, werden Sie merken, daß der Stoff der in der Übung
vorausgesetzt wird, genau der ist, den Sie aus der Vorlesung
kennen.
- Warum gibt es kein Skript?
Es gibt etwas viel besseres - das
Lehrbuch. Sie finden alles was wichtig ist
im Buch, und zwar in einer viel besseren Qualität als das je ein
Skript erreichen könnte. Im Zeitplan
finden Sie eine genaue Liste der Kapitel, die für die Veranstaltung
relevant sind.
- Warum bleibt die Vorlesung so nahe am Buch?
Für mich wäre es
bequemer, mich vom Buch zu lösen, und Ihnen
den Stoff frei und spontan zu erklären. Für die meisten von Ihnen wäre
diese Freiheit allerdings unbequem. Mikro 2 ist eine Großveranstaltung
in der zahlreiche Studierende klare Unterstützung und auch
Orientierung durch ein Lehrbuch brauchen. Eine Vorlesung die nahe am Lehrbuch bleibt, erlaubt
Ihnen selbst zu entscheiden, ob Sie eher zu den Leuten gehören, die in
der Vorlesung gut lernen, oder ob Sie eher
zu den Leuten gehören, die durch Literaturstudium gut lernen. Die Nähe zum Buch
erleichtert Ihnen auch Vor- und Nachbereitung. Egal wie Sie lernen,
geben Ihnen Übungen, Tutorien und der Wettbewerb die Möglichkeit,
beizeiten Ihren Lernerfolg zu kontrollieren. Nutzen Sie diese
Möglichkeit. Falls es Ihnen wichtig ist, den Stoff auch von einer
anderen Seite präsentiert zu bekommen, empfehle ich Ihnen z.B. das
Buch von Hal Varian zusätzlich zu Pindyck
und Rubinfeld durchzuarbeiten. Wenn Ihnen sowohl Varian als auch
Pindyck und Rubinfeld zu einfach sind, sollten Sie einen Blick in das
Buch von Tirole werfen.
- Warum gibt es die Vorlesung einmal auf Englisch?
Es gibt viele
Gründe, hier sind drei davon: - Englisch ist für die VWL und BWL
eine wichtige Sprache und Sie sollten die Gelegenheit haben, sich mit
der Sprache in ihrem Fach vertraut zu machen (Eine Vorlesung ist
allerdings kein Ersatz für einen Studienaufenthalte im Ausland -
bestenfalls ein Teil der Vorbereitung).
- Für Studierende aus
dem Ausland wird Mannheim mit einem englischen Lehrprogramm
attraktiver - das kommt langfristig allen zugute.
- Wir haben
in den vergangenen Semestern in Mikro I und Mikro II bereits
Erfahrungen mit diesem Angebot machen können. Im Rahmen des
Wettbewerbs haben wir 460 Teilnehmer nach ihrer Meinung gefragt. Von
denen, die uns geantwortet haben, haben 208 eindeutig Stellung
bezogen. Von diesen 208 haben sich 73% dafür ausgesprochen, dieses
Angebot fortzusetzen.
Wie können Sie dieses Angebot optimal
nutzen:- Bereiten Sie sich vor der Veranstaltung mit Hilfe der
englischen Ausgabe des Lehrbuchs vor. Dann kennen Sie bereits wichtige
Fachbegriffe und können dem Stoff auch in einer fremden Sprache
leichter folgen.
Wir können leider nicht alle Bestandteile
der Veranstaltung zweisprachig anbieten. Das Forum soll einsprachig
bleiben, und auch Aufgaben und Klausur werden nur in deutscher Sprache
gestellt werden. Die deutschen Fachbegriffe werden deshalb auch in der
englischen Vorlesung erwähnt werden.
- Warum gerade dieses Buch? Warum nicht Varian, wie in Mikro I
Das Lehrbuch sollte es erlauben, Vorlesung, Übung und Tutorien
möglichst parallel aufzubauen - damit Ihnen Vor- und Nachbereitung
leichter fällt. Ich bin der Meinung, dass der Stoff von Mikro II in
diesem Umfeld mit dem Buch von Pindyck und Rubinfeld besser
organisiert werden kann. Mir ist bewusst, dass das Varian gerade in
der formalen Bereich Vorteile hat. Wenn Sie diesen Bereich vertiefen
wollen, sollten Sie auch einen Blick in den Varian werfen. Wir
haben so auch die Möglichkeit, auf alte Aufgaben zurückzugreifen, und
können Ihnen so deutlich mehr Möglichkeiten zum Üben und Wiederholen
bieten. Falls Sie das Buch von Hal Varian bereits gekauft haben,
werden Sie sehen, dass sich die Bücher ergänzen und das es nicht
schadet, einen Zusammenhang, den sie im Pindyck/Rubinfeld gelesen
haben mit der Darstellung im Varian zu vergleichen.
- Wer stellt die Klausur?
Natürlich ich (es gibt Legenden, daß
Klausuraufgaben von Übungsleitern gestellt werden, das trifft aber
keinesfalls für diese Veranstaltung, und vermutlich auch nicht für den
Großteil der anderen Veranstaltungen zu).
- Wie schwierig wird die Klausur?
Die Klausuraufgaben werden etwa
so schwierig wie die Aufgaben für den
Wettbewerb. Allerdings wird es in der Klausur auch ein paar besonders
schwierige und ein paar besonders leichte Aufgaben geben.
- Soll ich den ersten Termin für die Klausur überspringen, und mich
gleich zum Nachschreibtermin anmelden?
Davon rate ich Ihnen ab. Die
Antwort auf diese Frage hängt eng damit zu zusammen, wann Sie lernen -
regelmäßig im Semester oder in den Semesterferien. Wenn Sie im
Semester lernen, haben Sie Ansprechpartner und Unterstützung in der Vorlesung, in den Übungen, und in den Tutorien. In den Semesterferien sind Sie
ganz auf sich allein gestellt. Außerdem vergessen Sie durch selektives
Lernen im Laufe der Ferien oft mehr und schneller als Ihnen lieb
ist. Schließlich ist gerade Mikro ein Fach, in dem Sie vor allem sehr
viel üben und sehr wenig auswendig lernen müssen. Und um eine Sache zu
üben brauchen Sie Zeit und regelmäßigen Einsatz. Kurzum: Bleiben Sie
besser im Semester am Ball, nehmen den ersten Termin mit, und nutzen
die Ferien zur Erholung und zur Vorbereitung des nächsten
Semesters. Die Alternative, nämlich Lernen und Üben von vorneherein in
die Ferien zu verschieben, führt fast immer zu einem schlechteren
Ergebnis. Hinzu kommt: Falls Sie den ersten Versuch nicht bestehen,
haben Sie rasch eine Wiederholungsmöglichkeit. Wenn Sie mit dem
zweiten Versuch anfangen und den nicht bestehen, müssen Sie ein ganzes
Jahr warten, vergessen in der Zeit eine Menge, besuchen die Vorlesung
ein zweites Mal, etc. Überspringen Sie also nur dann Ihre erste
Chance, wenn Sie sich sicher sind, im Wiederholungstermin die Klausur
auf Anhieb zu bestehen.
- Wie bereite ich mich am besten auf die Klausur vor?
Das hängt
natürlich sehr von Ihrem Lerntyp ab. Grundsätzlich rate ich: Verteilen
Sie das Üben von Aufgaben gleichmäßig über das Semester. Folgen Sie
dem Tempo von Wettbewerb und Vorlesung. Üben Sie zunächst allein (in
der Klausur sind Sie auch allein), diskutieren Sie erst danach Ihre
Lösungen mit Ihrer Arbeitsgruppe. Vorausgesetzt, Sie rechnen zunächst
alle Aufgaben allein, sollten die Übungs- und
Wettbewerbsaufgaben zur Vorbereitung ausreichen. Im Zeitplan finden Sie Aufgaben aus den
vergangenen Jahren. Die können Sie zur Wiederholung nutzen. Sie finden
weitere Aufgaben im Pindyck/Rubinfeld, im Study Guide zum
Pindyck/Rubinfeld, oder im Varian oder im Trainingsbuch zu Varian.
Falls Sie in der Klausur Probleme mit Nervosität oder Zeitmanagement
befürchten, arbeiten Sie rechtzeitig daran. Hier kann Ihnen auch die
Studienberatung
helfen. Um Ihr Zeitmanagement zu verbessern, hilft es auch,
Übungsaufgaben mit der Stoppuhr zu rechnen.
- Warum lässt man überhaupt Leute durch die Klausur fallen?
Auch
wenn es sich überraschend anhört: Jede Klausurnote ist eine
Serviceleistung für Sie. Sie haben die Möglichkeit, anhand des
Klausurergebnisses frühzeitig Ihren Studienerfolg zu messen. Eine
unerwartet schlechte Note, oder gar mehrere schlechte Noten, sollten
immer Anlass sein, Ihre Studienplanung zu überprüfen und zu
hinterfragen. Gibt es Dinge, die Sie besser machen können? Können Sie
Ihre Lernstrategie verbessern? Lohnt es sich, den Studienschwerpunkt
zu verändern? Diese Fragen stellen Sie sich besser im zweiten
oder dritten Semester, und nicht am Ende eine langen
Studiums. Natürlich sollten Sie sich nicht von vereinzelten
Misserfolgen ins Bockshorn jagen lassen. Klausuren sind keine
perfekten Maße (deshalb schreiben Sie auch mehr als nur eine
Klausur). Vielleicht haben Sie einfach Pech gehabt, und werden im
zweiten Versuch und auch im Hauptstudium keine Probleme
haben. Andererseits ist es wichtig zu erkennen, ob und wann Sie Ihre
Pläne ändern sollten. Was auch immer Sie machen - gerade wenn die
Dinge nicht so laufen, wie sie das erwarten haben, nehmen Sie bitte
rechtzeitig die Studienberatung
und die Sprechstunden in Anspruch.
- Wieviele Leute bestehen die Klausur?
In der Vergangenheit (und
es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die Studierenden in diesem Jahr
klüger oder dümmer sind als in der Vergangenheit) haben ca. 70% die
Klausur im ersten Versuch bestanden. Von denen, die im ersten Versuch
durchgefallen sind, bestehen im zweiten Versuch ca. 65%. D.h. von den
Studierenden, die mit dem ersten Versuch beginnen, bestehen in beiden
Versuchen ca. 90%. Ganz anders sieht es jedoch mit den Studierenden
aus, die den ersten Versuch überspringen. Von denen bestehen im
Schnitt nur 60%. Deren Leistung ist nicht nur schlechter, als die der
durchschnittlichen Teilnehmer des ersten Versuchs, sie ist sogar
deutlich schlechter, als die Leistung derjenigen, die zum ersten
Termin angetreten aber dort durchgefallen sind.
- Wenn ich durch die Klausur gefallen bin - kann man da gar nichts
machen?
Keine Frage, es ist vermutlich sehr ärgerlich, durch eine
Klausur zu fallen, für die Sie hart gelernt haben. Wenn Sie nur um
wenige Punkte die Bestehensgrenze verfehlt haben, ärgern Sie sich
besonders. Dennoch: Irgendwo muss man eine Grenze ziehen, und es wird
immer Leute geben, die nicht bestehen, auch wenn sie das Ziel nur
knapp verfehlen. - Mündliche Prüfungen sind in der
Prüfungsordnung nicht vorgesehen. Sie müssen also bis zum nächsten
Termin warten (fangen Sie also lieber mit dem ersten Klausurtermin an
- falls Sie nicht bestehen, haben Sie dann rasch einen zweiten
Versuch).
- Manche Studenten erklären, es seien eigentlich nicht
sie selbst, sondern ``andere Gründe'' für den Misserfolg in der
Klausur verantwortlich:
| Krankheit, schwere Schicksalsschläge, außergewöhnliche
Belastung: | Hier lässt sich manchmal ein weiterer
Versuch begründen, wenn die von der Prüfungsordnung für den Normalfall
vorgesehenen Versuche bereits erschöpft sind. Voraussetzungen
entnehmen Sie bitte der Prüfungsordnung und klären Sie bitte mit dem
Prüfungsamt ab. Beachten Sie aber, dass Ausnahmen nur in besonders
begründeten und besonders schweren Fällen gemacht werden. |
| Verstanden haben Sie alles, nur einige Rechenfehler
und Flüchtigkeitsfehler haben dazu geführt, dass Sie durchgefallen
sind: | In der Klausur soll auch der ``handwerkliche
Aspekt'' des Faches geprüft werden. Sie sollten also auch in der Lage
sein, in kurzer Zeit die notwendigen Rechenaufgaben zu erledigen. Üben
Sie das möglichst vor der Klausur. | | Wegen
des Formats der Klausur als Multiple Choice Klausur sind Sie
durchgefallen: | Den Umgang mit Multiple Choice
Klausuren können und sollten Sie vor der Klausur üben. Denken Sie
daran, dass sich bei Aufgaben, die aufeinander aufbauen, Fehler leicht
akkumulieren. In der Bewertung wird dieser Effekt bereits
berücksichtigt. In jedem Fall lohnt es sich für Sie, hier besonders
sorgfältig zu rechnen. Beachten Sie bei Ihrem Zeitmanagement in der
Klausur auch, dass Ihnen genug Zeit zum Nachrechnen
bleibt. |
Natürlich ist es kurzfristig
angenehmer, wenn nicht Sie selbst für den Misserfolg in der Klausur
die Verantwortung übernehmen müssen, sondern wenn Sie einen anderen
Schuldigen ausfindig machen können. Langfristig hilft Ihnen das aber
nicht. Denken Sie lieber daran, wie Sie aus der Situation das Beste
machen können:- Wann ist der nächste Prüfungstermin?
- Was
ist jetzt schiefgelaufen, was können Sie bei der Prüfungsvorbereitung
in Zukunft besser machen?
Wenn durch einen Misserfolg
bestimmte Optionen / Stipendien / Abschlüsse nicht mehr in Frage
kommen, hilft Jammern auch nicht weiter. Fassen Sie lieber
Alternativen ins Auge:- Welche anderen
Finanzierungsmöglichkeiten für Ihr Studium gibt es?
- Welche
anderen Abschlüsse oder Berufsziele entsprechen Ihren Interessen?
Welche Alternativen bieten Fachhochschulen und
Berufsakademien?
Auch hier können Sie von der Studienberatung
kompetente Hilfe erwarten.
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